Was verrät Ihre Körpersprache im Vorstellungsgespräch über Sie?

Beliebte Serien über das Lesen von Körpersprache, wie Lie to Me und The Mentalist, beruhen auf echter Forschung: Ein großer Teil dessen, was wir vermitteln, hat nichts mit den gewählten Worten zu tun. In einem Vorstellungsgespräch auf Englisch, bei dem Sie sich bereits stark auf Grammatik und Wortschatz konzentrieren, kann Ihr Körper leise Dinge sagen, die Sie nie beabsichtigt haben. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten und wie Sie es korrigieren.

Kurz zusammengefasst: Der erste Eindruck entsteht in den ersten 7 bis 10 Sekunden eines Gesprächs, und etwa 55 % der Kommunikation erfolgt über Körpersprache. Offene Gesten, ruhige Füße, echtes Lächeln und entspannte Beine signalisieren Selbstvertrauen und Ehrlichkeit, während verschränkte Arme, von der Person weg zeigende Füße und wippende Beine Unbehagen signalisieren.

Offene Gesten schaffen Vertrauen

Verwenden Sie beim Sprechen weite, offene Gesten. Die Arme vor sich zu halten, mit den Handflächen nach oben, ist ein gutes Beispiel dafür und signalisiert, dass Sie aufrichtig sind und nichts zu verbergen haben. Verschränkte Arme wirken schnell abweisend, und die Hände in den Taschen zu halten, kann Sie unsicher erscheinen lassen. Wenn Sie es nicht gewohnt sind, natürlich zu gestikulieren, üben Sie vor einem Spiegel, Ihren Werdegang laut zu erklären, und achten Sie darauf, was Ihre Hände dabei tun.

Füße zuerst: Was Ihr Unterkörper verrät

Die Art, wie Sie am Tisch beim Vorstellungsgespräch sitzen, verrät der interviewenden Person etwas darüber, wo Sie lieber wären, denn Ihre Füße zeigen oft unbemerkt in die Richtung, in die Sie unbewusst gehen möchten. Wenn Sie mit übereinandergeschlagenen Beinen sitzen und Ihre Füße zur Tür zeigen, kann das wirken, als wollten Sie der Situation entkommen. Dasselbe Muster zeigt sich häufig auch in Blicken zur Tür oder zur Uhr sowie in der Ausrichtung Ihrer Schultern.

Lächeln Sie mit den Augen, nicht nur mit dem Mund

Der einfachste Weg, ein echtes Lächeln von einem gespielten zu unterscheiden, ist ein Blick auf die Augen. Ein gespieltes Lächeln nutzt nur die Muskeln der unteren Gesichtshälfte; ein echtes Lächeln aktiviert auch die Muskeln um die Augen. Probieren Sie es vor dem Spiegel: Verdecken Sie die untere Gesichtshälfte und erzwingen Sie ein Lächeln, die obere Hälfte bewegt sich kaum. Denken Sie nun an etwas, das Sie wirklich amüsiert, und beobachten Sie, wie sich Ihre Augen verändern. Erfahrene Interviewerinnen und Interviewer wissen genau, worauf sie hier achten müssen, weshalb ein echtes Lächeln mehr wert ist als ein einstudiertes.

Nervöse Beine verraten Sie

Wenn Sie während des Gesprächs die Beine übereinanderschlagen, bleiben Sie sich Ihrer Füße bewusst. Mit dem Fuß wippen oder ein Bein auf dem anderen schaukeln wirkt nervös. Interviewende suchen in der Regel nach jemandem, der selbstbewusst genug wirkt, um die Aufgabe zu bewältigen, ohne arrogant zu erscheinen, weshalb ruhige, stille Beine diese Balance unterstützen.

Tipp: Üben Sie Ihre Antworten auf häufige Interviewfragen mindestens einmal vor einem Spiegel oder auf Video. Vermutlich werden Sie von einer Geste oder Angewohnheit überrascht sein, die Ihnen nie aufgefallen ist, und es ist viel leichter, sie zu korrigieren, sobald Sie sie tatsächlich sehen können.

Warum Körpersprache im Vorstellungsgespräch so wichtig ist

Bedenken Sie, dass der erste Eindruck in den ersten 7 bis 10 Sekunden eines Gesprächs entsteht und dass etwa 55 % der Kommunikation über Körpersprache erfolgt, verglichen mit 38 % über den Tonfall und nur 7 % über die tatsächlich gewählten Worte. Wenn Sie nicht sicher sind, was Ihr Körper den Interviewenden mitteilt, üben Sie vor dem Spiegel, bis sich die offene, selbstbewusste Haltung natürlich statt einstudiert anfühlt.

Interviewende bewerten Bewerberinnen und Bewerber mindestens genauso stark, wenn nicht sogar stärker, nach dem Gesamteindruck der Person wie nach den Qualifikationen auf dem Papier. Das bedeutet, dass die Arbeit, die Sie in einen überzeugenden Lebenslauf und ein starkes Anschreiben stecken, durch ebenso viel Aufmerksamkeit für Ihren Auftritt im Raum ergänzt werden sollte, egal ob dieser Raum physisch ist oder ein Videoanruf. Vermeiden Sie außerdem die größten Fehler im Vorstellungsgespräch, die selbst gut vorbereitete Kandidatinnen und Kandidaten stolpern lassen.

Eine kurze Checkliste vor dem Vorstellungsgespräch

  • Üben Sie Ihre wichtigsten Antworten laut und beobachten Sie dabei Ihre Hände und Haltung im Spiegel.
  • Sitzen Sie mit beiden Füßen flach auf dem Boden, der interviewenden Person zugewandt, statt mit überkreuzten Beinen zur Tür.
  • Wärmen Sie sich vorab mit einem echten Lächeln auf, indem Sie an etwas denken, das Sie wirklich glücklich macht.
  • Halten Sie Ihre Schultern offen und der interviewenden Person zugewandt, auch wenn Sie kurz woanders hinblicken.
  • Wenn Sie zum Zappeln neigen, halten Sie einen Stift oder ein Notizbuch in der Hand, damit Ihre Hände eine ruhige, sinnvolle Aufgabe haben.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel der Kommunikation im Vorstellungsgespräch ist Körpersprache?

In der Interview-Coaching-Praxis häufig zitierte Forschung legt nahe, dass etwa 55 % der Kommunikation über Körpersprache erfolgen, 38 % über den Tonfall und nur 7 % über die tatsächlich verwendeten Worte, weshalb nonverbale Signale in einem kurzen Gespräch so wichtig sind.

Welche Körpersprache signalisiert Nervosität in einem Vorstellungsgespräch?

Verschränkte Arme, in den Taschen versteckte Hände, zum Ausgang zeigende Füße, wippende oder zitternde Beine sowie häufige Blicke zur Tür oder zur Uhr signalisieren meist Unbehagen oder den Wunsch, zu gehen.

Wie kann ich erkennen, ob mein Lächeln vor der Kamera oder persönlich echt wirkt?

Prüfen Sie, ob sich die Muskeln um Ihre Augen mitbewegen, nicht nur der Mund. Ein echtes Lächeln verändert das ganze obere Gesicht; ein gespieltes Lächeln lässt die Augen meist unverändert.

Spielt Körpersprache in Videointerviews genauso eine Rolle?

Ja. Eine offene Haltung, ruhiger Blickkontakt mit der Kamera und ruhige Handbewegungen kommen auch im Video deutlich rüber, und Interviewende achten genauso darauf wie bei einem persönlichen Gespräch.

Möchten Sie selbstbewusst in Ihr nächstes Vorstellungsgespräch gehen?

Üben Sie echte Interviewsituationen, einschließlich Körpersprache und Vortragsweise, mit einer englischen Muttersprachlerin oder einem Muttersprachler.

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