
Die 6 größten Fettnäpfchen im Vorstellungsgespräch
Ein Vorstellungsgespräch wird in den ersten Minuten gewonnen oder verloren. Bevor Sie auch nur eine einzige Frage zu Ihrer Erfahrung beantwortet haben, hat sich der Interviewer bereits einen Eindruck gebildet, anhand Ihres Händedrucks, Ihrer Haltung und der Art, wie Sie die Person am Empfang behandeln. Die meisten Kandidaten verlieren Punkte nicht wegen fehlender Fachkenntnisse, sondern wegen kleiner Gewohnheiten, an die sie nie denken.
1. Der schlaffe Händedruck
Ein Händedruck sollte fest sein, mit gutem Griff, trockener Hand und Blickkontakt. Reichen Sie nicht nur Ihre Fingerspitzen, aber quetschen Sie auch nicht die Hand der anderen Person. Ein schlaffer, feuchter Händedruck wird von Interviewern als „toter Fisch“ bezeichnet, und man erinnert sich noch lange nach dem Gespräch daran. Wenn Ihre Hände bei Nervosität schnell schwitzen, halten Sie ein Taschentuch bereit und trocknen Sie sie kurz bevor Sie hineingehen.
2. Zu viel reden
Zu viel reden bedeutet, aus Nervosität oder um Stille zu füllen, endlos weiterzusprechen. Stellen Sie Fragen, beziehen Sie den Interviewer ins Gespräch mit ein und halten Sie Ihre Antworten fokussiert. Wenn der Interviewer innerhalb von dreißig Minuten keine Gelegenheit hatte, eine Frage zu stellen, ist das ein Zeichen, langsamer zu machen und dem Gespräch Raum zu geben. Eine gute Faustregel: Beantworten Sie die gestellte Frage, fügen Sie ein passendes Beispiel hinzu, und hören Sie dann auf.
3. Schlecht über frühere Arbeitgeber sprechen
Negative Äußerungen über einen früheren Arbeitgeber, ein Unternehmen oder Kollegen signalisieren dem Interviewer, dass Sie eines Tages vielleicht dasselbe über ihn sagen. Selbst wenn Ihr letzter Job wirklich schwierig war, beschreiben Sie lieber, was Sie daraus gelernt haben, statt was schiefgelaufen ist. Wenn Sie sich in Ihrem vorherigen Unternehmen schwergetan haben, lohnt es sich, privat darüber nachzudenken, aber das Vorstellungsgespräch ist nicht der richtige Ort dafür.
4. Unhöflich zum Empfang sein
Ihr erster echter Eindruck entsteht oft bei der Empfangsperson, nicht beim Interviewer. Viele Führungskräfte fragen ihr Personal nach dem Verhalten eines Kandidaten während der Wartezeit, betrachten Sie also jede Person im Gebäude als Teil des Vorstellungsgesprächs. Zeigen Sie Interesse an Ihrer Umgebung, statt in Ihr Handy vertieft zu sein. Wenn Sie schon vor Beginn des Gesprächs desinteressiert wirken, kann der Interviewer diese Energie ebenfalls spüren.
5. Zur Last werden (zu früh ankommen)
Zu spät zu kommen ist ein offensichtliches Problem, aber sehr früh zu erscheinen kann seine eigene unangenehme Situation schaffen. Vierzig Minuten vor dem vereinbarten Termin aufzutauchen, kann ein beschäftigtes Büro unter Druck setzen, Sie zu unterhalten. Planen Sie, etwa zehn Minuten früher da zu sein, und wenn Sie eher ankommen, warten Sie in einem nahegelegenen Café und gehen Sie näher an Ihrem Termin hinein.
6. Der Starrblick
Blickkontakt ist eine Gratwanderung. Zu viel kann intensiv wirken, zu wenig kann desinteressiert oder ausweichend erscheinen. Streben Sie einen ruhigen, natürlichen Blickkontakt an und unterbrechen Sie ihn gelegentlich, so wie Sie es in jedem normalen Gespräch tun würden. Denken Sie daran: Das Ziel ist es, selbstbewusst und aufmerksam zu wirken, nicht einen Starrwettbewerb zu gewinnen.
| Fettnäpfchen | Warum es schadet | Schnelle Lösung |
|---|---|---|
| Schwacher Händedruck | Signalisiert geringes Selbstvertrauen | Fester Griff, trockene Hand, Blickkontakt |
| Zu viel reden | Wirkt selbstbezogen | Antworten, ein Beispiel, aufhören |
| Negativ über frühere Jobs | Lässt künftige Beschwerden erwarten | Als gelernte Lektion darstellen |
| Unhöflich zum Personal | Rückmeldung erreicht oft den Interviewer | Zu allen höflich sein, immer |
| Zu früh ankommen | Setzt das Büro unter Druck | In der Nähe warten, 10 Minuten früher ankommen |
| Zu viel oder zu wenig Blickkontakt | Wirkt intensiv oder desinteressiert | Ruhig und natürlich bleiben |
So stellen Sie sicher, dass Ihnen das nicht passiert
Die meisten dieser Fehler entstehen aus Nervosität, nicht aus mangelnder Vorbereitung. Ihre Antworten laut zu üben, einen festen Händedruck zu trainieren und Ihre Körpersprache vorher zu überprüfen, hilft Ihnen, ruhiger hineinzugehen. Wenn Sie sehen möchten, wie ein echtes Vorstellungsgespräch auf unerwartete Weise schiefgehen kann, lesen Sie die Geschichte hinter einem wirklich schlecht gelaufenen Vorstellungsgespräch eines Kandidaten, und für einen tieferen Einblick in Haltung, Gestik und nonverbale Signale sehen Sie unseren Leitfaden zur Körpersprache im Vorstellungsgespräch.
Wenn Ihr Vorstellungsgespräch auf Englisch stattfindet und das nicht Ihre Muttersprache ist, kann der Druck, diese Fehler zu vermeiden und gleichzeitig in einer Fremdsprache zu denken, erheblich sein. Gezieltes Üben mit einem muttersprachlichen Lehrer vor dem Gespräch hilft Ihnen, das Selbstvertrauen aufzubauen, sich auf Ihre Antworten statt auf Ihre Nervosität zu konzentrieren. Ein gezielter Englischkurs für Vorstellungsgespräche kombiniert genau dieses fokussierte Üben mit einem muttersprachlichen Lehrer, damit Sie sich auf Ihre Antworten statt auf Ihre Nervosität konzentrieren können.
Was ist der größte Fehler, den Kandidaten im Vorstellungsgespräch machen?
Sollte ich Probleme mit einem früheren Arbeitgeber erwähnen?
Beeinflusst unhöfliches Verhalten gegenüber dem Empfangspersonal wirklich meine Chancen?
Wie früh sollte ich zu einem Vorstellungsgespräch erscheinen?
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