
Die 5 häufigsten Fehler beim Schreiben von E-Mails auf Englisch
Eine E-Mail in einer Fremdsprache zu schreiben, fühlt sich riskanter an als zu sprechen. Es gibt keinen Tonfall, der einen Satz abmildert, und keine Gelegenheit, spontan umzuformulieren, weshalb ein kleiner Ausrutscher schnell größer wirkt, als er ist. Die gute Nachricht: Die meisten E-Mail-Fehler lassen sich in wenige Kategorien einteilen, und sobald Sie wissen, worauf Sie achten müssen, können Sie sie erkennen, bevor Sie auf Senden klicken.
1. Den falschen Tonfall treffen
Der richtige Tonfall ist von Anfang an entscheidend. Wenn Sie an Ihre Chefin, einen Kunden oder jemanden schreiben, den Sie nie getroffen haben, sollten Sie nicht zu locker wirken. E-Mails haben den formellen Geschäftsbrief größtenteils abgelöst, aber das heißt nicht, dass alles erlaubt ist: Halten Sie die Anrede professionell („Sehr geehrter Herr Schmidt“ oder „Hallo Sarah“, je nach Beziehung), vermeiden Sie Umgangssprache und passen Sie sich an die Förmlichkeit der Person an, an die Sie schreiben. Im Zweifel starten Sie lieber förmlicher und lassen die andere Person einen lockereren Ton vorgeben, wenn sie das möchte.
2. Rechtschreibfehler, die die Rechtschreibprüfung übersieht
Sie haben eine Rechtschreibprüfung auf Ihrem Computer, aber sie erkennt nicht jeden Fehler. Wenn Sie im Englischen „to“ statt „too“ tippen, sind beide Wörter korrekt geschrieben, sodass die Prüfung schweigt, obwohl sich die Bedeutung ändert. Dasselbe gilt für „there/their/they’re“ oder „your/you’re“. Solche gleich klingenden Wörter gehören zu den häufigsten E-Mail-Fehlern, gerade weil sie automatischen Tools entgehen.
3. Wackelige Grammatik
Auch eine kurze professionelle E-Mail braucht korrekte Grammatik. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Satz stimmt, lesen Sie ihn laut vor: Ungeschickte Grammatik klingt meist falsch, noch bevor Sie erklären können, warum. Wenn Sie sich immer noch unsicher sind, bitten Sie eine Kollegin oder einen Kollegen mit Muttersprach- oder Fließend-Niveau, kurz drüberzuschauen und Ihnen zu sagen, ob es „richtig klingt“. Zwei Grammatikpunkte bereiten in E-Mails besonders oft Probleme: die Übereinstimmung von Subjekt und Verb in langen Sätzen und die Verwechslung von Zeitformen, wenn etwas bereits geschehen ist im Vergleich zu etwas, das noch andauert.
4. Zu viele Redewendungen
Redewendungen können einen Text natürlicher klingen lassen, aber nur, wenn Sie sich der Bedeutung sicher sind und die Zielperson sie versteht. „Don’t let the cat out of the bag“ bedeutet „kein Geheimnis verraten“ und ist nie wörtlich gemeint. Richtig eingesetzt, verleiht eine solche Redewendung Farbe; falsch eingesetzt oder bei einer Leserin oder einem Leser ohne Englisch als Muttersprache sorgt sie eher für Verwirrung als für Verbindung. Als Faustregel gilt: Heben Sie Redewendungen für informelle Nachrichten an Kolleginnen und Kollegen auf, die Sie gut kennen, und halten Sie förmliche oder interkulturelle E-Mails klar und direkt.
5. Zu viel Fachjargon
Der letzte häufige Fehler besteht darin, eine E-Mail mit Fachbegriffen und Abkürzungen zu überladen, die die lesende Person möglicherweise nicht kennt. Das erschwert das Verständnis und erhöht die Gefahr, dass die Nachricht nur überflogen, missverstanden oder gelöscht wird, statt bearbeitet zu werden. Wenn Sie ein Kürzel verwenden müssen, schreiben Sie es beim ersten Mal aus („Key Performance Indicator (KPI)“), damit jede lesende Person unabhängig von Abteilung oder Position folgen kann. Ein solides Geschäftsvokabular hilft Ihnen, Fachbegriffe durch klarere Alternativen zu ersetzen.
Eine einfache Checkliste vor dem Senden
Bevor Sie auf Senden klicken, gehen Sie diese fünf Fragen durch: Passt der Tonfall zur empfangenden Person? Habe ich die Wörter geprüft, die die Rechtschreibprüfung nicht erkennt? Klingt jeder Satz richtig, wenn ich ihn laut vorlese? Wird jede lesende Person die verwendeten Redewendungen verstehen? Habe ich Fachjargon oder Abkürzungen erklärt? Wenn Sie alle fünf Fragen mit Ja beantworten können, ist Ihre E-Mail bereit. Möchten Sie Ihre Schreibfertigkeiten gezielt vertiefen, hilft Ihnen unser English Writing Course dabei.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der häufigste Fehler in englischen Geschäfts-E-Mails?
Der Tonfall ist meist das größte Problem: Schreibende klingen entweder zu locker für einen professionellen Kontext oder zu steif für einen freundlichen. Den Tonfall an die Beziehung und die Situation anzupassen, ist der schnellste Weg zur Verbesserung.
Warum übersieht meine Rechtschreibprüfung so viele Fehler?
Rechtschreibprüfungen markieren nur falsch geschriebene Wörter. Gleich klingende Wörter wie „to/too“, „there/their/they’re“ oder „your/you’re“ sind alle korrekt geschrieben, sodass die Prüfung nichts zu beanstanden hat, obwohl die Bedeutung falsch ist.
Sollte ich Redewendungen in einer förmlichen englischen E-Mail verwenden?
Es ist sicherer, in förmlichen oder interkulturellen E-Mails auf Redewendungen zu verzichten, es sei denn, Sie sind sich der Bedeutung völlig sicher und wissen, dass die lesende Person sie versteht. Heben Sie Redewendungen für informelle Nachrichten an Kolleginnen und Kollegen auf, die Sie gut kennen.
Wie kann ich meine englische E-Mail-Grammatik prüfen, ohne eine Muttersprachlerin oder einen Muttersprachler in der Nähe zu haben?
Lesen Sie die E-Mail langsam laut vor. Ungeschickte oder falsche Grammatik hört man leichter, als man sie sieht, und lautes Lesen hilft zudem, fehlende Wörter und zu lange Sätze zu erkennen.
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